B2B-E-Commerce für den Maschinenbau: Digitale Prozesse für Vertrieb, Service und Ersatzteile
Digitaler Vertrieb, der zu Ihren Produkten, Prozessen und Kunden passt.
E-Commerce im Maschinenbau ist mehr als ein Onlineshop.
Komplexe Produkte, kundenspezifische Preise, Ersatzteile, technische Konfigurationen, internationale Vertriebsstrukturen und die Integration von ERP, PIM und weiteren Bestandssystemen stellen andere Anforderungen als im klassischen Onlinehandel.
Wir entwickeln B2B-E-Commerce- und Serviceplattformen für mittelständische Industrieunternehmen, die genau diese Komplexität beherrschbar machen.
Von der Strategie über die Architektur bis zur Umsetzung und Integration.
Digitalisierung soll Ihren Vertrieb nicht ersetzen. Sie soll Freiraum schaffen.
Viele Prozesse im Maschinenbau sind über Jahre gewachsen.
Angebote werden manuell erstellt. Ersatzteile werden telefonisch identifiziert. Kunden fragen Preise und Verfügbarkeiten per E-Mail an. Servicemitarbeiter recherchieren Informationen in unterschiedlichen Systemen. Bestellungen müssen anschließend erneut im ERP erfasst werden.
Gleichzeitig erwarten B2B-Kunden zunehmend die digitalen Services, die sie aus anderen Bereichen gewohnt sind.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Brauchen wir einen Onlineshop?“
Sondern: „Welche Prozesse können wir digitalisieren, damit Kunden schneller ans Ziel kommen und Vertrieb und Kundenservice mehr Freiraum für wertschöpfende Aufgaben gewinnen?“
Genau dort setzen wir an.
Typische Herausforderungen im Maschinenbau
Ersatzteile digital verkaufen
Ein Ersatzteilshop muss mehr können als Produkte auflisten.
Kunden müssen das richtige Ersatzteil für eine bestimmte Maschine, Baureihe oder Konfiguration finden. Preise können kundenindividuell sein. Verfügbarkeiten kommen aus dem ERP. Technische Dokumentationen und Explosionszeichnungen müssen möglicherweise einbezogen werden.
Wir entwickeln Ersatzteilplattformen, die diese Informationen zusammenführen und aus einem komplexen Prozess einen einfachen digitalen Bestellweg machen.
Typische Funktionen:
- Ersatzteilsuche nach Maschine, Baureihe oder Seriennummer
- kundenspezifische Preise und Konditionen
- Verfügbarkeiten und Lieferzeiten
- Explosionszeichnungen und technische Dokumentation
- Wiederbestellungen und Bestellhistorie
- ERP-Integration
- internationale Shops und unterschiedliche Vertriebsstrukturen
Weiterlesen:➜ Ersatzteile-Shop für Maschinenbauer – Architektur und Praxis
Komplexe Produkte konfigurierbar machen
Je erklärungsbedürftiger ein Produkt ist, desto weniger reicht ein klassischer Produktkatalog.
Abhängigkeiten zwischen Komponenten, technische Parameter, Varianten, Zubehör und Ausschlussregeln müssen berücksichtigt werden.
Ein digitaler Produktkonfigurator kann dieses Wissen strukturiert abbilden.
Das Ziel muss dabei nicht immer die direkte Onlinebestellung sein.
Ein Konfigurator kann ebenso den Vertrieb dabei unterstützen, schneller eine technisch korrekte Lösung zusammenzustellen oder qualifizierte Anfragen zu erzeugen.
Mögliche Einsatzbereiche:
- Produktauswahl
- technische Auslegung
- Variantenkonfiguration
- Zubehör- und Ersatzteilzuordnung
- Angebotsvorbereitung
- Plausibilitätsprüfung
- Übergabe an ERP oder CPQ
So wird vorhandenes Produkt- und Expertenwissen digital verfügbar – für Kunden ebenso wie für den eigenen Vertrieb.
Weiterlesen: ➜ Technische Konfiguratoren im Maschinenbau-E-Commerce
Service und Aftersales digitalisieren
Mit dem Verkauf einer Maschine beginnt häufig eine jahrzehntelange Kundenbeziehung.
Ersatzteile, Wartung, Dokumentationen, Serviceanfragen und Modernisierungen machen den Aftersales deshalb zu einem besonders interessanten Bereich für die Digitalisierung.
Ein Kunden- oder Serviceportal kann zum zentralen digitalen Zugangspunkt für den gesamten Lebenszyklus einer Maschine werden.
Kunden sehen beispielsweise:
- ihre Maschinen und Anlagen
- passende Ersatzteile
- technische Dokumentationen
- offene und abgeschlossene Aufträge
- Serviceinformationen
- Wartungsangebote
- individuelle Preise und Konditionen
Für international tätige Maschinenbauer entsteht daraus eine skalierbare Serviceplattform, ohne die persönliche Kundenbeziehung aufzugeben.
Weiterlesen: ➜ Globale Service- und Aftersales-Portale für Maschinenbauer
Der Onlineshop ist nur die sichtbare Oberfläche
Ein erfolgreiches Maschinenbau-E-Commerce-Projekt beginnt für uns nicht beim Shopdesign.
Es beginnt bei den Prozessen und Daten.
Denn Produktinformationen, Preise, Kunden, Aufträge, Verfügbarkeiten und technische Konfigurationen liegen normalerweise bereits in unterschiedlichen Systemen.
Typische Systemlandschaften umfassen:
ERP → PIM → CPQ → CRM → E-Commerce → Kundenportal
Die Aufgabe besteht nicht darin, alle Funktionen in einem neuen System nachzubauen.
Die Aufgabe besteht darin, die vorhandenen Systeme sinnvoll miteinander zu verbinden.
Das ERP bleibt beispielsweise führend für Preise und Aufträge. Ein PIM verwaltet Produktinformationen. Ein CPQ bildet komplexe Konfigurationen ab. Die Commerce-Plattform stellt daraus die für den Kunden benötigten digitalen Prozesse bereit.
So entsteht eine Architektur, die erweitert werden kann, ohne bei jeder neuen Anforderung das Gesamtsystem infrage stellen zu müssen.
Weiterlesen: ➜ ERP-Anbindung im Maschinenbau-E-Commerce – SAP, Sage und Infor in der Praxis
Welche E-Commerce-Plattform passt zum Maschinenbau?
Darauf gibt es keine pauschale Antwort.
Ein Hersteller komplexer Investitionsgüter mit internationalen Gesellschaften, individuellen Kundenstrukturen und umfangreichen Serviceprozessen benötigt eine andere Plattform als ein Ersatzteilanbieter, der schnell einen leistungsfähigen digitalen Vertriebskanal etablieren möchte.
Deshalb setzen wir insbesondere auf zwei unterschiedliche Plattformansätze.
OroCommerce
OroCommerce ist konsequent für komplexe B2B-Szenarien entwickelt worden.
Die Plattform ist besonders interessant, wenn Organisationsstrukturen, Rollen und Rechte, individuelle Workflows und komplexe Commerce-Prozesse im Mittelpunkt stehen.
Unit M arbeitet seit vielen Jahren mit OroCommerce und betreut damit unter anderem Manroland Goss, einen international tätigen Hersteller von Druckmaschinen.
OroCommerce betrachten wir insbesondere für Maschinenbauer, deren Anforderungen deutlich über einen klassischen Onlineshop hinausgehen.
Mehr erfahren: ➜ OroCommerce für Maschinenbau
BigCommerce B2B
BigCommerce verfolgt einen anderen Ansatz.
Als SaaS-Commerce-Plattform reduziert BigCommerce den Aufwand für den technischen Plattformbetrieb und ermöglicht vergleichsweise schnelle Implementierungen.
In Verbindung mit der BigCommerce B2B Edition lassen sich typische B2B-Anforderungen wie Firmenkonten, Benutzerstrukturen und kundenspezifische Einkaufsprozesse abbilden.
Unit M setzt BigCommerce beispielsweise bei Ratioparts, einem Anbieter für Ersatzteile und Zubehör aus dem Land-, Forst- und Gartenbereich, ein.
BigCommerce kann deshalb besonders interessant sein, wenn Unternehmen eine moderne SaaS-Plattform suchen und gleichzeitig umfangreiche B2B-Anforderungen abbilden müssen.
Mehr erfahren: ➜ BigCommerce für Maschinenbau, Großhandel und Ersatzteile
Und was ist mit Shopware, Adobe Commerce oder Shopify?
Auch diese Plattformen können für Maschinenbauunternehmen die richtige Entscheidung sein.
Entscheidend ist nicht, welches System auf dem Papier die meisten Funktionen bietet.
Entscheidend ist, welche Plattform zu Ihren Anforderungen, Ihrer bestehenden IT-Landschaft, Ihrer Organisation und Ihrer langfristigen Strategie passt.
Deshalb steht bei uns die Architekturentscheidung vor der Technologieentscheidung.
Zwei Unternehmen können Maschinen bauen und trotzdem völlig unterschiedliche Plattformen benötigen.
Die Auswahl einer E-Commerce-Plattform sollte sich deshalb nicht an einem allgemeinen Featurevergleich orientieren.
Wir betrachten unter anderem:
| Anforderung | Zu klärende Frage |
| Kundenstruktur | Kaufen Einzelkunden oder komplexe Organisationen? |
| Sortiment | Standardprodukte, Varianten oder konfigurierbare Produkte? |
| Preise | Listenpreise oder individuelle Kundenkonditionen? |
| Internationalisierung | Länder, Sprachen, Gesellschaften und Währungen? |
| Aftersales | Ersatzteile, Maschinenakten und Serviceprozesse? |
| Integration | Welche Rolle spielen ERP, PIM, CRM und CPQ? |
| Betrieb | SaaS, Cloud oder eigene Infrastruktur? |
| Organisation | Wer betreibt und entwickelt die Plattform langfristig weiter? |
⇔
Erst daraus ergibt sich eine belastbare Plattformentscheidung.
Unsere Vorgehensweise
1. Prozesse verstehen
Wir betrachten zunächst, wie Vertrieb, Kundenservice und Aftersales heute tatsächlich funktionieren.
- Wo entstehen manuelle Tätigkeiten?
- Wo warten Kunden?
- Wo werden Informationen mehrfach übertragen?
- Und wo liegt das größte wirtschaftliche Potenzial?
2. Zielbild entwickeln
Nicht jede mögliche Funktion muss Bestandteil des ersten Projekts sein.
Gemeinsam entwickeln wir ein Zielbild und identifizieren den Bereich, mit dem sich schnell ein messbarer Nutzen erzielen lässt.
Think big. Start small.
3. Architektur definieren
Wir klären, welche Systeme welche Verantwortung übernehmen.
ERP, PIM, CPQ, CRM und Commerce werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteile einer gemeinsamen digitalen Plattform.
4. Plattform auswählen
Erst jetzt bewerten wir geeignete Technologien.
Dabei berücksichtigen wir sowohl funktionale Anforderungen als auch Integrationsaufwand, Betriebskosten und zukünftige Veränderbarkeit.
5. Schrittweise umsetzen
Statt jahrelanger Großprojekte bevorzugen wir klar abgegrenzte Ausbaustufen.
Zum Beispiel:
Ersatzteilsuche → kundenspezifische Preise → Bestellung → Kundenportal → Serviceprozesse
Damit entsteht früh ein produktiv nutzbarer Mehrwert, während die Plattform schrittweise weiterentwickelt wird.
Mehr als 30 Jahre Erfahrung mit digitalen Geschäftsprozessen
Unit M entwickelt seit über 30 Jahren digitale Lösungen.
Unser Schwerpunkt liegt heute auf der Automatisierung von Prozessen in Vertrieb und Kundenservice für mittelständische B2B-Unternehmen aus Industrie, Maschinenbau und Großhandel.
Dabei verbinden wir drei Ebenen:
Domänenwissen. Technologiekompetenz. Umsetzungserfahrung.
Wir beraten nicht nur darüber, wie eine zukünftige Plattform aussehen könnte.
Wir konzipieren, integrieren, entwickeln und betreiben sie.
Sie müssen nicht mit einem neuen Onlineshop anfangen.
Vielleicht liegt Ihr größtes Potenzial ganz woanders.
- In einer besseren Ersatzteilsuche.
- In einem internen Produktkonfigurator.
- In einem Kundenportal.
- In der Automatisierung wiederkehrender Anfragen.
- Oder in einer besseren Verbindung Ihrer vorhandenen Systeme.
Deshalb beginnen wir nicht mit einer Plattformpräsentation, sondern mit Ihren Prozessen.
Lassen Sie uns herausfinden, wo sich Digitalisierung für Sie wirklich lohnt.
In einem ersten Strategiegespräch betrachten wir gemeinsam:
- Ihre heutigen Vertriebs- und Serviceprozesse
- bestehende ERP-, PIM-, CRM- und Commerce-Systeme
- mögliche Automatisierungs- und Self-Service-Potenziale
- geeignete erste Anwendungsfälle
- mögliche Plattform- und Architekturansätze
FAQ: B2B-E-Commerce im Maschinenbau
Lohnt sich ein B2B-Onlineshop für einen Maschinenbauer?
Nicht jeder Maschinenbauer benötigt einen klassischen Onlineshop. Besonders interessant sind digitale Vertriebskanäle dort, wo wiederkehrende und standardisierbare Prozesse existieren – beispielsweise bei Ersatzteilen, Verbrauchsmaterialien, Zubehör, Serviceleistungen oder wiederkehrenden Bestellungen. Bei komplexen Produkten kann dagegen ein Konfigurator oder Kundenportal der sinnvollere Einstieg sein.
Welche E-Commerce-Plattform eignet sich für den Maschinenbau?
Das hängt wesentlich von Geschäftsmodell, Sortiment, Kundenstruktur und vorhandener IT-Landschaft ab. OroCommerce eignet sich insbesondere für komplexe B2B-Prozesse und Organisationsstrukturen. BigCommerce kann eine interessante SaaS-Alternative für Unternehmen sein, die B2B-Funktionalität mit geringerem Plattformbetriebsaufwand verbinden möchten. Auch Adobe Commerce, Shopware oder Shopify Plus können abhängig vom Anwendungsfall sinnvoll sein.
Wie wird ein B2B-Shop an das ERP angebunden?
In Maschinenbauprojekten bleibt das ERP häufig das führende System für Kunden, Preise, Verfügbarkeiten und Aufträge. Über APIs oder eine Integrationsschicht werden die benötigten Informationen mit der Commerce-Plattform ausgetauscht. Entscheidend ist eine klare Definition, welches System für welche Daten verantwortlich ist.
Können kundenspezifische Preise online dargestellt werden?
Ja. Je nach Systemlandschaft können Preise direkt aus dem ERP abgefragt, über Preislisten synchronisiert oder über eine separate Pricing-Logik berechnet werden. Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von Datenmenge, Preislogik und benötigter Aktualität ab.
Können Ersatzteile einer bestimmten Maschine zugeordnet werden?
Ja. Gerade im Maschinenbau ist eine maschinen- oder seriennummernbezogene Ersatzteilsuche ein wichtiger Anwendungsfall. Kunden können dadurch gezielt die für ihre Maschine geeigneten Komponenten finden, anstatt einen umfangreichen Gesamtkatalog durchsuchen zu müssen.
Kann ein Kundenportal bestehende ERP- und Serviceinformationen anzeigen?
Ja. Ein Kundenportal muss diese Informationen nicht selbst verwalten. Es kann Daten aus ERP, PIM, CRM, Dokumentenmanagement und weiteren Systemen zusammenführen und dem Kunden über eine einheitliche Oberfläche bereitstellen.
Muss die komplette Systemlandschaft für E-Commerce modernisiert werden?
Nein. In vielen Fällen ist eine schrittweise Modernisierung wirtschaftlich sinnvoller. Bestehende Systeme können zunächst weiter genutzt und über APIs oder Integrationsplattformen angebunden werden. Einzelne Komponenten lassen sich anschließend dort modernisieren, wo ein konkreter Nutzen entsteht.
Wie startet man ein Maschinenbau-E-Commerce-Projekt am besten?
Nicht mit der Auswahl einer Plattform, sondern mit der Analyse von Kundenprozessen und internen Abläufen. Daraus lassen sich Anwendungsfälle nach Kundennutzen, Einsparpotenzial, technischer Machbarkeit und Aufwand priorisieren. Ein klar abgegrenzter erster Anwendungsfall reduziert das Projektrisiko und schafft früh praktische Erfahrungen.