PIM für Großhändler: Produktdaten als Wachstumstreiber im B2B-E-Commerce

Machen Sie Produktdaten zum Wachstumstreiber Ihres digitalen Vertriebs.

Produktdaten entscheiden im B2B-E-Commerce darüber, ob Kunden Produkte finden, verstehen und bestellen können. Gerade im Großhandel mit tausenden oder hunderttausenden Artikeln reichen ERP, Excel und manuelle Pflegeprozesse dafür nicht mehr aus.

Ein PIM-System schafft die zentrale Grundlage für hochwertige Produktinformationen in B2B-Shop, Kundenportal, Marktplatz, Print-Katalog, EDI und Außendienst.

Unit M unterstützt mittelständische Großhändler dabei, Produktdatenmanagement strategisch aufzubauen, passende PIM-Systeme auszuwählen und sauber mit ERP, Shop und weiteren Kanälen zu verbinden.

✓ PIM-Strategie für Großhändler
✓ Produktdatenmodell, Attribute und Klassifikationen
✓ Integration von ERP, PIM, Shop und DAM
✓ Unterstützung bei Akeneo, Pimcore, Contentserv und weiteren Systemen
✓ Erfahrung mit technischen Sortimenten und B2B-Commerce

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Warum Produktdaten im Großhandel geschäftskritisch sind

Ein B2B-Shop kann nur so gut sein wie die Produktdaten, die ihn versorgen.

Wenn technische Merkmale fehlen, Bilder veraltet sind oder Dokumente nicht auffindbar sind, entstehen sofort Rückfragen im Vertrieb und Kundenservice. Kunden finden Produkte nicht, bestellen falsch oder wechseln zu Anbietern mit besseren digitalen Informationen.

Typische Probleme ohne PIM:

  • Produktdaten liegen in Excel-Listen.
  • Lieferantendaten werden manuell kopiert.
  • Bilder und Datenblätter liegen auf Netzlaufwerken.
  • Attribute sind uneinheitlich gepflegt.
  • Kategorien unterscheiden sich je Kanal.
  • Übersetzungen fehlen oder sind veraltet.
  • Shop, Katalog und Marktplatz zeigen unterschiedliche Informationen.

Ein PIM-System löst diese Probleme nicht automatisch. Aber es schafft die Struktur, um Produktdaten dauerhaft beherrschbar zu machen.

 

Was ist ein PIM-System?

PIM steht für Product Information Management.

Ein PIM-System verwaltet alle vertriebsrelevanten Produktinformationen zentral.

Dazu gehören:

  • Produktnamen
  • Beschreibungen
  • technische Attribute
  • Varianten
  • Bilder
  • Datenblätter
  • Sicherheitsinformationen
  • Zubehör
  • Ersatzteile
  • Klassifikationen
  • Übersetzungen
  • kanalabhängige Inhalte

Das ERP bleibt dabei weiterhin wichtig. Es führt Artikelnummern, Preise, Bestände und Aufträge. Das PIM ergänzt diese Daten um die Informationen, die Kunden für Suche, Vergleich und Kaufentscheidung benötigen.

 

ERP, PIM und Shop: Wer ist wofür zuständig?

System

Typische Aufgabe

ERP

Artikelnummern, Preise, Bestände, Kunden, Aufträge

PIM

Produkttexte, Attribute, Bilder, Klassifikationen, Übersetzungen

DAM

Bilder, PDFs, Videos, technische Dokumente

Shop

Suche, Darstellung, Warenkorb, Bestellung

Marktplätze

Kanal für Reichweite und Neukunden

EDI

strukturierter Datenaustausch mit Großkunden

Die wichtigste Regel lautet:

Jede Information braucht genau ein führendes System.

Wenn Produkttexte im PIM, Preise im ERP und Bilder im DAM gepflegt werden, kann daraus ein stabiler digitaler Vertriebskanal entstehen. Wenn dieselben Daten in mehreren Systemen parallel geändert werden, entstehen Abweichungen.

 

Warum Excel und ERP nicht mehr ausreichen

Viele Großhändler starten pragmatisch mit Excel.

Das funktioniert bei kleinen Sortimenten und wenigen Kanälen. Sobald Sortiment, Varianten, Sprachen und Kanäle wachsen, wird Excel jedoch zum Risiko.

Excel skaliert nicht

Eine Tabelle kann Produktdaten speichern, aber keine sauberen Workflows abbilden.

Es fehlen:

  • Rollen und Freigaben
  • Pflichtfeldprüfung
  • Versionierung
  • Klassifikationen
  • Variantenlogik
  • Übersetzungsprozesse
  • kanalabhängige Exporte
  • Qualitätsprüfungen

ERP ist nicht für Marketing- und Vertriebsdaten gebaut

ERP-Systeme sind für Transaktionen optimiert.

Sie verwalten:

  • Preise
  • Lagerbestände
  • Aufträge
  • Rechnungen
  • Kundenstammdaten

Für ausführliche Produktbeschreibungen, Bilder, Datenblätter, SEO-Texte, Übersetzungen und kanalabhängige Inhalte sind ERP-Systeme meistens nicht ausgelegt.

 

Typische PIM-Anwendungsfälle im Großhandel

B2B-Shop

Der Shop benötigt vollständige, strukturierte und aktuelle Produktdaten.

Dazu gehören:

  • Produktname
  • Kurzbeschreibung
  • technische Merkmale
  • Varianten
  • Zubehör
  • Ersatzteile
  • Downloads
  • Bilder
  • Suchbegriffe

Ohne gute Produktdaten wird selbst die beste Shopsoftware nicht erfolgreich.

Kundenportal

In Kundenportalen werden häufig zusätzliche Informationen benötigt:

  • kundenspezifische Dokumente
  • Wartungsunterlagen
  • Ersatzteillisten
  • Maschinenzuordnungen
  • Bestellhistorien
  • Serviceinformationen

Ein PIM kann diese Informationen strukturiert bereitstellen.

Marktplätze

Marktplätze haben eigene Anforderungen an Datenformate, Kategorien, Pflichtfelder und Bilder.

Ein PIM hilft dabei, Produktdaten kanalspezifisch aufzubereiten und automatisiert auszuspielen.

Print-Kataloge

Auch wenn der Vertrieb digitaler wird, bleiben Print-Kataloge in manchen Branchen relevant.

Ein PIM verhindert, dass Print und Online unterschiedliche Datenstände nutzen.

EDI und elektronische Kataloge

Für Großkunden, Einkaufssysteme und Ausschreibungen werden oft strukturierte Formate benötigt.

Beispiele:

  • BMEcat
  • Datanorm
  • ETIM
  • eCl@ss
  • UNSPSC
  • EDI-Stammdaten

Diese Anforderungen lassen sich ohne PIM nur schwer skalieren.

 

Besondere Anforderungen im B2B

PIM im Großhandel unterscheidet sich deutlich vom klassischen B2C-Einsatz.

Technische Attribute

Im technischen Großhandel sind Attribute oft kaufentscheidend.

Beispiele:

  • Material
  • Abmessung
  • Norm
  • Leistung
  • Spannung
  • Druckstufe
  • Anschluss
  • Oberfläche
  • Zulassung
  • Kompatibilität

Diese Merkmale müssen strukturiert gepflegt werden, damit Produktsuche, Filter und Vergleich funktionieren.

Varianten und Artikelfamilien

Viele Produkte existieren in zahlreichen Varianten.

Beispiele:

  • Schrauben in verschiedenen Längen
  • Kabel in verschiedenen Querschnitten
  • Ersatzteile für verschiedene Maschinentypen
  • Pumpen mit unterschiedlichen Leistungswerten
  • Verpackungen in verschiedenen Größen

Ein PIM modelliert solche Varianten sauber und verhindert doppelte Pflege.

Klassifikationsstandards

Für viele Branchen sind Klassifikationen wichtig.

Standard

Typischer Einsatz

ETIM

Elektro, SHK, technischer Handel

eCl@ss

Industrie, MRO, Beschaffung

UNSPSC

internationale Procurement-Systeme

BMEcat

elektronische Produktkataloge

Datanorm

Handwerk, Bau, SHK

Diese Standards erleichtern Marktplatzanbindung, Ausschreibungen und digitale Beschaffung.

 

Welche PIM-Systeme kommen infrage?

Die Auswahl des passenden Systems hängt von Sortiment, Kanälen, IT-Landschaft und internen Ressourcen ab.

PIM-System Typischer Fokus Geeignet für
Akeneo schlankes PIM, starke Community, Channel-Output mittelständische B2B- und Handelsunternehmen
Pimcore PIM, DAM, MDM und CMS kombiniert Unternehmen mit technischer IT-Kompetenz
Contentserv Enterprise-PIM mit Marketing- und DAM-Fokus größere Organisationen und internationale Teams
Salsify / Productsup  Syndication und Marktplatzdaten kanalstarke Handelsmodelle
eggheads DACH-orientiertes PIM für Handel und Industrie strukturierte Produktdaten und Katalogprozesse
Censhare Content- und Produktdatenplattform mediennahe und komplexe Publikationsprozesse

Es gibt nicht das beste PIM-System. Es gibt nur das passendste für Ihre Organisation.

 

PIM-Systeme im Vergleich

Kriterium Akeneo Pimcore Contentserv Productsup/Salsify
Einstieg vergleichsweise schnell projektgetrieben Enterprise-orientiert kanalorientiert
Open Source Community Edition Open Source Core  nein nein
DAM-Funktion begrenzt stark möglich stark eher angebunden
Technische Flexibilität mittel hoch mittel bis hoch  mittel
Marktplatzfokus gut projektabhängig gut sehr stark
IT-Anforderungen mittel höher mittel niedriger bis mittel
Geeignet für Großhandel gut sehr gut bei komplexen Daten gut bis sehr gut gut bei vielen Kanälen

Die Entscheidung sollte nicht nach Funktionsliste fallen, sondern nach Datenmodell, Integrationsbedarf und Betriebskompetenz.

 

Roadmap für eine PIM-Einführung

1. Datenmodell entwickeln

Am Anfang steht die wichtigste Frage:

Wie sollen Ihre Produkte strukturiert werden?

Dazu gehören:

  • Produktfamilien
  • Attribute
  • Varianten
  • Pflichtfelder
  • Klassifikationen
  • Sprachen
  • Kanalregeln
  • Verantwortlichkeiten

Ohne Datenmodell wird ein PIM schnell zur teuren Excel-Version.

2. Quellsysteme anbinden

Typische Datenquellen sind:

  • ERP
  • Lieferantendaten
  • bestehende Excel-Listen
  • DAM
  • alte Shopdaten
  • Katalogdatenbanken
  • Lieferantenportale

Dabei muss geklärt werden, welche Quelle führend ist.

3. Daten bereinigen und klassifizieren

Viele Produktdaten müssen vor der Nutzung bereinigt werden.

Typische Aufgaben:

  • Dubletten entfernen
  • Attribute vereinheitlichen
  • Einheiten standardisieren
  • fehlende Bilder ergänzen
  • technische Merkmale strukturieren
  • Klassifikationen zuordnen
  • alte Texte überarbeiten

4. Workflows definieren

Produktdatenpflege ist Teamarbeit.

Ein PIM sollte klare Workflows unterstützen:

  • Rohdaten importieren
  • technische Prüfung
  • Marketinganreicherung
  • Übersetzung
  • Freigabe
  • Kanalausspielung
  • Qualitätssicherung

So wird sichtbar, welche Produkte bereits verkaufsfähig sind und welche noch fehlen.

5. Kanäle anbinden

Nach der Datenbasis folgen die Ausgabekanäle.

Beispiele:

  • B2B-Shop
  • Kundenportal
  • Marktplätze
  • Print-Katalog
  • EDI
  • BMEcat
  • Außendienst-App

6. Betrieb und Weiterentwicklung

Ein PIM-Projekt endet nicht mit dem Go-live.

Danach geht es um:

  • Datenqualität messen
  • neue Attribute ergänzen
  • weitere Kanäle anbinden
  • Workflows verbessern
  • Suchergebnisse optimieren
  • Produktdaten für KI nutzbar machen

 

Typische Fehler bei PIM-Projekten

1. Software vor Datenmodell

Ein PIM kann fehlende Struktur nicht ersetzen. Erst das Modell, dann das Tool.

2. Zu viele Attribute

Nicht jedes Attribut ist sinnvoll. Entscheidend ist, welche Merkmale Suche, Filter, Vergleich und Kaufentscheidung verbessern.

3. Keine klare Verantwortung

Produktdaten brauchen Owner. Ohne Verantwortlichkeit wird das PIM nicht gepflegt.

4. Lieferantendaten ungeprüft übernehmen

Lieferantendaten sind oft uneinheitlich. Sie müssen validiert, klassifiziert und angereichert werden.

5. PIM isoliert betrachten

Ein PIM entfaltet seinen Nutzen erst im Zusammenspiel mit ERP, Shop, DAM, Marktplätzen und EDI.

 

Der Nutzen eines PIM-Systems

Ein gutes PIM verbessert nicht nur Datenqualität, sondern auch Vertriebsleistung.

Nutzen

Wirkung

bessere Produktsuche

Kunden finden schneller passende Artikel

weniger Rückfragen

Vertrieb und Service werden entlastet

schnellerer Produktlaunch

neue Artikel gehen früher online

konsistente Daten

Shop, Katalog und Marktplatz stimmen überein

bessere Filter

Kunden können technische Produkte gezielt eingrenzen

Marktplatzfähigkeit

Daten erfüllen externe Anforderungen

bessere SEO

strukturierte Inhalte erhöhen Sichtbarkeit

Grundlage für KI

strukturierte Daten können automatisiert genutzt werden

Produktdaten sind damit kein reines Stammdatenthema. Sie sind ein Umsatz- und Effizienzhebel.

 

Unser Vorgehen bei PIM-Projekten

PIM-Readiness-Analyse

Wir prüfen, wie Ihre Produktdaten heute gepflegt werden und wo die größten Engpässe liegen.

Datenmodell-Workshop

Gemeinsam entwickeln wir ein tragfähiges Modell für Produktfamilien, Attribute, Varianten und Klassifikationen.

Systemauswahl

Wir vergleichen passende PIM-Systeme herstellerneutral.

Integration

Wir verbinden PIM, ERP, Shop, DAM und weitere Kanäle.

Pilot und Rollout

Wir starten mit einem abgegrenzten Sortiment und erweitern Schritt für Schritt.

 

Warum Unit M?

Unit M begleitet seit 1996 mittelständische Unternehmen bei B2B-Commerce, ERP-Integration und digitalen Vertriebsprozessen.

Unser Fokus liegt nicht auf PIM als isoliertem Datentool. Wir betrachten Produktdaten als Grundlage für digitalen Vertrieb, Self-Service und Automatisierung.

Wir unterstützen Großhändler dabei,

  • Produktdaten strategisch zu strukturieren,
  • PIM-Systeme sinnvoll auszuwählen,
  • ERP und Shop sauber anzubinden,
  • technische Sortimente digital nutzbar zu machen,
  • und Produktdaten für Suche, Portale, EDI und KI vorzubereiten.

Als offizieller Partner von OroCommerce und BigCommerce kennen wir die Anforderungen moderner B2B-Plattformen aus der Umsetzung. PIM-Systeme wie Akeneo, Pimcore oder Contentserv bewerten und integrieren wir herstellerneutral.

Häufige Fragen

Was ist ein PIM-System?

Ein PIM-System verwaltet alle vertriebsrelevanten Produktinformationen zentral. Dazu gehören Produkttexte, technische Attribute, Bilder, Dokumente, Varianten, Klassifikationen und Übersetzungen.

Wann braucht ein Großhändler ein PIM?

Ein PIM lohnt sich, wenn viele Artikel, mehrere Kanäle, technische Attribute, Varianten, Sprachen oder Marktplatzanforderungen bestehen. Besonders bei großen oder komplexen Sortimenten wird PIM schnell zur Voraussetzung für digitalen Vertrieb.

Reicht das ERP nicht aus?

In der Regel nicht. Das ERP ist für Preise, Bestände, Aufträge und Artikelstammdaten zuständig. Für Produkttexte, Bilder, technische Merkmale, Übersetzungen und kanalspezifische Inhalte ist ein PIM meist besser geeignet.

Welche PIM-Systeme eignen sich für Großhändler?

Häufig geprüft werden Akeneo, Pimcore, Contentserv, Productsup/Salsify, eggheads oder Censhare. Die richtige Wahl hängt von Sortiment, Kanälen, IT-Kompetenz und Integrationsbedarf ab.

Was ist der Unterschied zwischen PIM und DAM?

Ein PIM verwaltet Produktinformationen. Ein DAM verwaltet digitale Medien wie Bilder, PDFs, Videos und Datenblätter. In vielen Projekten werden beide Systeme miteinander verbunden.

Wie lange dauert eine PIM-Einführung?

Eine erste Einführung dauert je nach Umfang häufig 4 bis 9 Monate. Ein MVP mit begrenztem Sortiment und einem ersten Ausgabekanal kann schneller starten.

Was kostet ein PIM-Projekt?

Die Kosten hängen stark von System, Sortiment, Datenqualität und Integrationsumfang ab. Kleinere Projekte können im unteren sechsstelligen Bereich liegen, komplexe internationale Rollouts deutlich darüber.

Welche Rolle spielen ETIM und eCl@ss?

ETIM und eCl@ss sind Klassifikationsstandards für technische Produktdaten. Sie helfen bei Marktplätzen, Ausschreibungen, Katalogdaten und digitalen Beschaffungsprozessen.

Jetzt Produktdaten prüfen lassen

Sie möchten wissen, ob ein PIM-System für Ihr Unternehmen sinnvoll ist oder welches Setup zu Ihrem Sortiment passt?

In einem unverbindlichen Erstgespräch analysieren wir gemeinsam:

  • Ihre aktuelle Produktdatenpflege
  • bestehende Systeme und Datenquellen
  • Sortiment, Varianten und Attribute
  • Anforderungen an Shop, Marktplätze und EDI
  • mögliche PIM-Systeme
  • sinnvolle nächste Schritte

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