BigCommerce Pricing und TCO: Was Sie wirklich zahlen
BigCommerce startet bei 39 USD pro Monat im Standard-Tarif. FĂźr ernsthafte B2B-Projekte im Mittelstand ist dieser Einstiegspreis aber kaum entscheidend. Relevant sind die Kosten fĂźr Pro, Enterprise beziehungsweise Performance, B2B Edition, Apps, Integrationen, Payment-GebĂźhren und Implementierung.
Fßr DACH-B2B-Unternehmen gilt deshalb: BigCommerce Pricing lässt sich nicht seriÜs nur ßber die Üffentliche Preistabelle bewerten. Entscheidend ist die Total Cost of Ownership ßber drei Jahre.
Key Takeaways
- BigCommerce bietet 2026 Ăśffentliche Self-Serve-Tarife ab 39 USD pro Monat.
- FĂźr B2B-Projekte sind meist Pro, Enterprise oder Performance relevant.
- Enterprise wird ab Juni 2026 als Performance positioniert.
- Die echte TCO entsteht aus Lizenz, B2B Edition, Apps, Integration, Payment und Betrieb.
- Bei 1 Mio. USD Online-GMV kann die reine Plattformlizenz bei rund 3.166 USD pro Monat liegen.
- Die Plattformlizenz macht in B2B-Projekten selten mehr als 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten aus.
- FĂźr DACH-Mittelstand ist die VertragsprĂźfung wichtiger als der Listenpreis.
Welche BigCommerce-Tarife gibt es 2026?
BigCommerce strukturiert sein Pricing 2026 in Üffentliche Self-Serve-Tarife und individuell verhandelte Enterprise- beziehungsweise Performance-Verträge.
Standard
Der Standard-Tarif beginnt bei 39 USD pro Monat. Er eignet sich vor allem fĂźr kleine Shops, Tests oder einfache B2C-Szenarien.
Warum Standard fĂźr B2B selten reicht
Fßr mittelständische B2B-Projekte fehlen typischerweise zentrale Funktionen wie B2B Edition, Buyer Portal, Company Accounts, kundenspezifische Preislogik und komplexere Integrationen.
Plus
Plus kostet 105 USD pro Monat und ergänzt Funktionen wie Customer Groups und Abandoned Cart Saver.
Wann Plus sinnvoll sein kann
Plus kann fßr sehr einfache Händlerportale oder frßhe Proof-of-Concepts ausreichen. Fßr produktive B2B-Plattformen mit ERP-Anbindung ist der Tarif meist zu schmal.
Pro
Pro liegt bei 399 USD pro Monat und ist der erste Tarif, der fĂźr ernsthafte B2B-Szenarien relevant werden kann.
Warum Pro genauer geprĂźft werden muss
Pro kann fĂźr kleinere B2B-Projekte interessant sein. Die entscheidende Frage ist aber, ob die B2B Edition enthalten ist oder separat als Add-on kalkuliert wird.
Enterprise beziehungsweise Performance
FĂźr grĂśĂere B2B-Projekte wird BigCommerce individuell verhandelt. Ab Juni 2026 wird die bisherige Enterprise-Logik stärker unter dem Begriff Performance gefĂźhrt.
Warum Performance nicht transparent kalkulierbar ist
BigCommerce verÜffentlicht keine festen Listenpreise fßr Enterprise beziehungsweise Performance. Der Preis hängt unter anderem von Online-GMV, Vertragslaufzeit, Storefronts, B2B-Funktionen, Support-Level und Verhandlungsposition ab.
Wo wird BigCommerce Pricing intransparent?
Die Üffentliche Preistabelle zeigt nur einen Teil der Realität. In B2B-Projekten entstehen die eigentlichen Kosten an anderer Stelle.
GMV-Abhängigkeit
BigCommerce kalkuliert hĂśhere Tarife stark Ăźber den Online-Umsatz. Steigt der digitale Umsatz, kann auch die Plattformlizenz steigen.
Warum das fĂźr B2B wichtig ist
Ein B2B-Shop soll Umsatz in den digitalen Kanal verschieben. Genau dieser Erfolg kann aber Auswirkungen auf die Lizenzkosten haben.
B2B Edition
Die B2B Edition ist fĂźr viele B2B-Projekte zentral. Sie umfasst Funktionen wie Buyer Portal, Company Accounts, Quick Order, Shopping Lists, Custom Pricing und Invoice Management.
Warum der Vertrag entscheidend ist
Ob die B2B Edition im Vertrag enthalten ist oder separat kalkuliert wird, muss vor Vertragsunterzeichnung sauber geklärt werden.
Payment-GebĂźhren
BigCommerce wirbt grundsätzlich mit keinen klassischen Transaktionsgebßhren. Bei abweichenden Payment-Providern kÜnnen ab 2026 jedoch zusätzliche Open-Payment-Provider-Fees relevant werden.
Was DACH-Unternehmen prĂźfen sollten
Wer Mollie, Klarna, Rechnungskauf, eigene Payment-Gateways oder B2B-Zahlarten nutzt, sollte diese Kosten explizit berechnen lassen.
Wie sieht ein realistischer TCO-Check aus?
Die Total Cost of Ownership umfasst nicht nur die Plattformlizenz. Gerade im B2B-Mittelstand sind Implementierung, Schnittstellen und Betrieb oft deutlich relevanter.
Beispielhafte KostenblĂścke im ersten Jahr
| Kostenblock | GrĂśĂenordnung Jahr 1 | Bemerkung |
| Plattformlizenz | 5.000 bis 40.000 USD | abhängig von Tarif, GMV und Vertrag |
| B2B Edition | enthalten oder Add-on | abhängig vom Vertrag |
| Implementierung | 40.000 bis 150.000 EUR | abhängig von Komplexität |
| Premium-Apps | 6.000 bis 20.000 USD pro Jahr | Suche, PIM, ERP, Middleware |
| Payment-Kosten | 0,5 bis 2 Prozent mÜglich | abhängig vom Provider |
| Support und Betrieb | 5.000 bis 25.000 EUR pro Jahr | abhängig vom Betreuungsmodell |
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Realistische 3-Jahres-TCO
Fßr einen mittelständischen B2B-Shop liegt die realistische Drei-Jahres-TCO schnell zwischen 180.000 und 450.000 EUR.
Warum die Lizenz nicht isoliert betrachtet werden darf
Die Plattformlizenz ist nur ein Kostenblock. In vielen Projekten entstehen die grĂśĂeren Aufwände durch ERP-Integration, Datenqualität, Preislogik, Rechtekonzepte, Tests, Migration und laufende Weiterentwicklung.
Welche versteckten Kosten werden häufig ßbersehen?
Viele Unternehmen vergleichen zunächst nur Lizenzpreise. Das fßhrt im B2B fast immer zu einer unvollständigen Bewertung.
Premium-Apps
Erweiterte Suche, PIM-Anbindungen, ERP-Konnektoren, Middleware, Checkout-Erweiterungen oder B2B-spezifische Zusatzfunktionen werden häufig separat abgerechnet.
Typische App-Kosten
Ein realistischer B2B-App-Stack kann schnell 500 bis 1.500 USD pro Monat kosten.
ERP-Integration
Die Anbindung an SAP, Microsoft Dynamics, proAlpha, Sage oder andere ERP-Systeme ist selten Standard.
Warum ERP die TCO treibt
Preise, VerfĂźgbarkeiten, Kundenstammdaten, Rechnungen, Bestellungen und Lieferinformationen mĂźssen sauber zwischen Shop und ERP synchronisiert werden.
Datenqualität
Produktdaten, Preise, Varianten, Einheiten, VerpackungsgrĂśĂen und VerfĂźgbarkeiten mĂźssen vor dem Go-live belastbar sein.
Warum Datenqualität ein Kostenfaktor ist
Ein B2B-Shop wird nur genutzt, wenn Kunden den richtigen Artikel schnell finden und korrekte Preise sowie VerfĂźgbarkeiten sehen.
Exit-Kosten
SaaS-Plattformen reduzieren Betriebsaufwand, schaffen aber Abhängigkeiten.
Was vor Vertragsabschluss geprĂźft werden sollte
Wichtig sind Datenexporte, Vertragslaufzeiten, Kßndigungsfristen, App-Abhängigkeiten und die Frage, wie aufwendig ein späterer Plattformwechsel wäre.
Wie schneidet BigCommerce im Vergleich zu Alternativen ab?
BigCommerce liegt im Pricing meist zwischen Shopify Plus, Shopware, Adobe Commerce und OroCommerce. Der reine Lizenzvergleich ist aber zu grob.
Vergleich nach Plattformtyp
| Plattform | Modell | Typische TCO Jahr 1 |
| BigCommerce Performance | SaaS, GMV-orientiert | 60.000 bis 180.000 EUR |
| Shopify Plus | SaaS | 50.000 bis 150.000 EUR |
| Adobe Commerce | Lizenz plus Hosting | 80.000 bis 250.000 EUR |
| Shopware Commercial | Lizenz plus Hosting | 40.000 bis 150.000 EUR |
| OroCommerce Enterprise | Lizenz plus Hosting | 60.000 bis 200.000 EUR |
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Wann BigCommerce preislich attraktiv ist
BigCommerce ist interessant, wenn SaaS-Betrieb, schnelle Umsetzung, API-Fähigkeit und ein vorhandener B2B-Standard wichtiger sind als maximale Prozessindividualisierung.
Wann Alternativen sinnvoller sein kĂśnnen
Alternativen sollten geprĂźft werden, wenn sehr komplexe Workflows, tief verschachtelte B2B-Hierarchien, individuelle Preisfindung, Self-Hosting oder besonders hohe Prozesshoheit erforderlich sind.
Entscheidung: Wann lohnt sich BigCommerce?
BigCommerce lohnt sich, wenn die B2B-Anforderungen klar strukturiert sind und der Standard einen groĂen Teil des Zielbilds abdeckt.
BigCommerce passt wahrscheinlich, wenn
- SaaS-Betrieb gewĂźnscht ist
- Time-to-Market wichtig ist
- B2B-Prozesse klar strukturiert sind
- Kunden Ăźber SKU, Suche, Listen und Wiederbestellung arbeiten
- ERP-Integration beherrschbar ist
- Preislogik nicht vollständig individuell ist
- mehrere Vertriebskanäle digitalisiert werden sollen
BigCommerce sollte kritisch geprĂźft werden, wenn
- Preislogik vollständig aus dem ERP kommt
- mehrere Freigabestufen benĂśtigt werden
- komplexe Konzernstrukturen abgebildet werden mĂźssen
- sehr individuelle B2B-Prozesse digitalisiert werden sollen
- Exit-Kosten ein strategisches Risiko darstellen
- der Shop tief in bestehende Systemlandschaften eingreifen muss
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So unterstĂźtzt Unit M dabei
Unit M unterstßtzt mittelständische Unternehmen bei der neutralen Bewertung von BigCommerce, OroCommerce, Shopware, Adobe Commerce und Shopify Plus.
Als Implementierungspartner fĂźr BigCommerce und OroCommerce kennen wir zwei unterschiedliche Plattformlogiken: SaaS mit schnellem Einstieg auf der einen Seite und B2B-Prozessplattform mit hoher Individualisierungstiefe auf der anderen Seite.
Eine BigCommerce-TCO-Bewertung umfasst typischerweise:
- MengengerĂźst und Online-GMV-Szenario
- PrĂźfung der passenden Tariflogik
- Bewertung der B2B Edition
- App- und Integrationskosten
- ERP-, PIM- und Middleware-Anforderungen
- Aufwandsschätzung fßr Implementierung
- Drei-Jahres-TCO
- Vergleich gegen relevante Alternativen
Wenn BigCommerce wirtschaftlich und fachlich passt, sagen wir das klar. Wenn eine andere Plattform besser geeignet ist, sagen wir das ebenfalls.
FAQ zu BigCommerce Pricing und TCO
Was kostet BigCommerce fßr einen mittelständischen B2B-Shop in DACH?
Realistisch bewegt sich die monatliche Plattformlizenz fßr einen DACH-B2B-Mittelständler mit 1 bis 3 Mio. EUR Online-GMV häufig zwischen 1.500 und 3.500 USD. Implementierung, Apps, Schnittstellen und Betrieb kommen separat hinzu.
Ist die B2B Edition im Performance-Tier inklusive?
In vielen Performance-Verträgen ist die B2B Edition enthalten. Beim Pro-Tier kann sie separat als Add-on kalkuliert werden. Entscheidend ist der konkrete Vertragstext.
Welche TransaktionsgebĂźhren fallen bei BigCommerce an?
Bei BigCommerce-Standard-Payments fallen keine klassischen BigCommerce-Transaktionsgebßhren an. Bei anderen Payment-Providern kÜnnen ab 2026 zusätzliche Open-Payment-Provider-Fees relevant werden.
Wie verlässlich ist der BigCommerce-TCO-Rechner?
Der TCO-Rechner bietet eine erste Orientierung, ersetzt aber keine vollständige Projektkalkulation. Implementierung, Apps, ERP-Schnittstellen, Datenmigration, Tests und laufender Betrieb mßssen separat bewertet werden.
Wie wirkt sich das Juni-2026-Update auf laufende Verträge aus?
Bestehende Verträge sollten individuell geprßft werden. Relevant wird das Update vor allem bei Neuabschluss, Verlängerung, Tarifwechsel oder Anpassung der Payment-Konditionen.
Quellen
- BigCommerce Pricing: https://www.bigcommerce.com/pricing/
- BigCommerce Plan Pricing Updates 2026: https://www.bigcommerce.com/dm/plan-pricing-updates-2026/
- BigCommerce B2B Edition: https://www.bigcommerce.com/apps/b2b-edition/
- Swell BigCommerce Pricing: https://www.swell.is/content/bigcommerce-pricing
- Elogic BigCommerce Pricing: https://elogic.co/blog/bigcommerce-pricing/
- Wizcommerce BigCommerce Pricing: https://wizcommerce.com/blog/bigcommerce-pricing
- Capterra BigCommerce vs Shopware: https://www.capterra.com/compare/131883-145605/Bigcommerce-vs-Shopware
- Shopware Plattformvergleich: https://www.shopware.com/en/news/ecommerce-platforms-comparison/