SEO Ranking verbessern – Optimierungstipps für Dummies

Es gibt sicher tausende von Anleitungen im Internet, wie man das SEO Ranking der eigenen Webseiten verbessern kann. Aus unserer Sicht fehlen aber häufig allgemein verständliche Hinweise, die konkrete Tipps beinhalten, die sich auch von “Gelegenheitsuser” sofort umsetzen lassen.

Die gute Nachricht ist nämlich, dass es nie einfacher war auch ohne teure externe Dienstleistung die Sichtbarkeit der eigenen Webseiten zu erhöhen, was aber nicht bedeuten soll, dass es einfach ist.

Der Grund dafür, dass es heute einfacher ist, liegt daran, dass Google mittlerweile sehr gut geworden ist, Inhalte zu analysieren und hilft, wenn man tatsächlich etwas zu erzählen hat.

Ein plumpes Optimieren von Texten auf Keywords ist deshalb genauso wenig zielführend, wie für beliebige Backlinks auf die eigenen Seiten zu sorgen. Sprich, Google zu täuschen, wird immer  schwieriger und genau dies sind die SEO Ranking Methoden von vielen SEO Agenturen.

Die nachfolgenden Tipps geben auch “Gelegenheitsuser” Hinweise, was man machen muss, um die eigenen Webseiten oder Landing Pages erfolgreich zu optimieren.

Wieso wir der Meinung sind, solche Tipps geben zu können? Weil wir mit wenig Aufwand (< 2 Stunden pro Monat) mit den für uns wichtigen Keywords rund um die Themen B2B eCommerce und Produktinformationsmanagement in den Top 20 Treffern landen.

Wie das erreichen bzw. erreicht haben, möchten wir im Folgenden erklären.

Unit M SEO Positionierungsbeispiel

Unit M SEO Positionierungsbeispiel

1. Auf den besten Inhalt kommt es an

Wir wollen hier nicht die unzähligen “Content is King” Hinweise wiederholen, denn unserer Meinung nach trifft der Hinweis nicht 100%, sondern es geht beim Inhalt darum aus dem Blickwinkel Ihrer Kunden für Ihre Kunden Problemlösungen anzubieten, die einen echten Mehrwert darstellen.

Wieso suchen Menschen über Suchmaschinen? In der Regel weil Sie ein Problem lösen möchten. Genau hier ist Ihr Ansatz. Bei typischen Fragestellungen geht es dann aber nicht darum, auf die Antwort zu optimieren, getreu dem Motto “Ich habe die besten Produkte oder Dienstleistungen”, sondern auf die Fragestellungen Ihrer Zielgruppe echte Antworten zu geben.

Ein Beispiel dazu ist unsere Erklärungen um Stichwort “OCI – (Open Catalog Interface)”. Dies ist ein im B2B eCommerce sehr spannendes Thema, zu dem sich kaum Informationen finden lassen. Mit unserem Artikel werden wir bei Google direkt hinter Wikipedia gelistet (Stand Q2/2019).

OCI Trefferliste von Unit M

OCI Trefferliste von Unit M

Der Artikel bieten nämlich einen echten Mehrwert für jemand, der sich über das Thema informieren möchte. Das ist mit der Aussage gemeint “Auf den besten Inhalt kommt es an”.

2. Die wichtigsten Grundlagen für  SEO Ranking

Ohne ein paar Grundlagen kommt keine SEO Optimierung aus. Nachfolgend einige Tipps zur optimalen Gestaltung Ihrer Inhalte.

2.1 Google bewertet Seiten und nicht Domains

Erstaunlich aber wahr, dass dies den meisten Kunden mit denen wir in Kontakt kommen, garnicht präsent ist. Das bedeutet, dass jede Seite als einzelne Seite auf einen Inhalt, bzw. eine Problemlösung hin, optimiert werden sollte.

In der Konsequenz sollte man somit pro Thema eine eigene Seite vorsehen und nicht etwas Themen miteinander auf einer Seite vermischen.

Genau hier machen vielen den Fehler, dass Sie Ihre Inhalte für zu viele Fragenstellungen oder
Keywords hin optimieren. Je stärker ein Text auf ein Thema hin fokussiert ist, umso höher wird er von Google bewertet.

2.2 Je höher der Nutzen für Deine Zielgruppe, umso höher das Ranking

Wie bereits unter 1. erwähnt, sind Links, Keyword-Dichte, Anzahl der Zeichen usw. egal. Man sollte sich ausschließlich auf den Mehrwert konzentrieren, den eine Seite für die Zielgruppe liefert. Nicht mehr und nicht weniger.

Dabei sollten man darauf achten, dass Inhalte möglichst auf eine Seite konzentriert werden sollten, die dann komplett die Bedürfnisse des Suchenden abdeckt. Dadurch steigert man den “Wert” der jeweiligen Seite.

Aber man muss seine Nutzer eben auch genau kennen, um die tatsächlichen Bedürfnisse auch adressieren zu können, dann aber bitte immer auf den Punkt zu kommen und sich nicht in endlosen Formulierungen verlieren.

Man sollte sich somit immer die Zeit nehmen, eine Webseite möglichst genau auf ein Thema hin zu optimieren. Wir machen das übrigens so, dass wir Inhalte regelmäßig ergänzen, überarbeiten oder ganz austauschen. So bekannt man einen schnelleren Start hin und kann sukzessive optimieren.

Für die eigene Recherche ist es immer hilfreich, wenn man die gewünschte Fragestellung bei Google eingibt und sich die ersten 10 Treffer anschaut.

Um auf die richtigen Fragestellungen / Keywords zu kommen, können Tools hilfreich sein. Um nach Keywords und Fragestellungen zu recherchieren, kann man z.B. eines der folgenden Tools einsetzen:

Die Tools können sehr gut dabei helfen, die richtigen Themen zu identifizieren und geeignete Fragestellungen abzuleiten.

Hierbei haben sich die folgenden Klassifikationen von Suchbegriffen etabliert:

  • Short Tail – Das sind einzelne Suchbegriffe, wie z.B. “OCI”
  • Middle Tail – Das sind kurze Phrasen, die einen Suchbegriff weiter konkretisieren
  • Long Tail – Hier wird bereits nach echten Details gesucht, z.B. nach T-Shirt einer Größe und Farbe

Bei den Short Tail Begriffen ist eine Optimierung der eigenen Seiten deutlich schwieriger, als wenn man auf Long Tail optimiert. Allerdings ist das Suchvolumen bei Long Tail deutlich geringer, so dass man prüfen muss, ob damit die eigenen Zielgruppe tatsächlich auch erreicht wird. Ob eine Short Tail Optimierung überhaupt Aussicht auf Erfolg hat, verrät Ihnen Google nebenbei mit.

Suche nach dem Begriff Internet

Suchergebnis einer Suche nach dem Begriff Internet

Eine Optimierung auf den Suchbegriff “Internet” ist bei 8.160.000.000 Treffer nahezu chancenlos.

3. SEO Ranking – Die wichtigsten technischen Elemente

Ohne etwas Technik geht es dann doch nicht. Alle Content-Management, Webshop oder sonstige Systeme sollte Ihnen die Möglichkeit geben die Inhalte gemäß unserer Hinweise zu optimieren. Sprechen Sie im Zweifelsfall Ihren technischen Ansprechpartner an, wie Sie die Inhalte pflegen können.

3.1 Der Seitentitel – Das wichtigste Element für die eigene Sichtbarkeit

Der Seitentitel ist das, was jemand aus der Zielgruppe zuerst wahrnimmt, nämlich über die Treffermenge bei Google. Hier gilt es einen möglichst attraktiven Mehrwert für die Zielgruppe zu bieten.

Im obigen OCI Beispiel ist dies bei uns z.B. “Wie funktioniert OCI – Hier eine einfache Erklärung”. Dies suggeriert, das sich hier dem Link eben eine einfache Erklärung verbirgt.

Generell empfehlen wir für den Seitentitel bei Landingpages oder Blogartikeln immer “W-Fragen” zu verwenden, die man z.B. mit den oben genannten Tools recherchieren kann. Aber es ist wichtig die Länge des Seitentitels zu beachten. Die optimale Länge liegt zwischen 40-60 Zeichen, da Google danach den Titel abschneidet und “…” verwendet. Alles nachfolgenden Zeichen erreichen somit die Zielgruppe erst, wenn auf den Link geklickt wurde.

3.2 Die Metabeschreibung – Überzeugen Sie durch Mehrwerte

Die Metabeschreibung ist im Prinzip eine Art Inhaltsbeschreibung einer Webseite und dient dazu die Zielgruppe vom Mehrwert der jeweiligen Seite zu überzeugen und zum “Klicken” zu animieren.

Da Google auch hier den Inhalt abschneidet und durch “…” ersetzt, ist die maximale Länge der Metadescription 160 Zeichen.

Interessant ist dabei, dass man zwar eine eigene Metadescription pro Seite vorgeben kann und auch sollte, Google sich aber vorbehält, je nach Suchbegriffen, auch andere Inhalte der Seite als Metadescription anzuzeigen. Im nachfolgenden Screenshot können Sie sehen, dass Google die Metadescription unseres OCI Artikels bei der Suche nach “OCI SAP” ignoriert hat.

Metadescription zu "OCI SAP"

Metadescription zu “OCI SAP”

Auch daran kann man sehen, wie gut Google mittlerweile den Inhalt eines Textes analysieren kann.

3.3 Die URL – Unterstützen Sie bestmöglich Ihren Seitentitel und Ihre Metabeschreibung

Auch die URL ist Teil der ersten Wahrnehmung Ihrer Zielgruppe. Unsere URL https://www.unit-m.de/wie-funktioniert-eigentlich-oci/ unterstützt dabei die Fragestellung, sprich den Mehrwert, indem dieser nochmals in der URL auftaucht.

Achten Sie bei den URLs darauf, dass diese so kurz wie möglich sein sollten. URLs, wie z.B. https://www.unit-m.de/2019/01/wie-funktioniert-eigentlich-oci/, die standardmäßig bei Blogs verwendet werden, sind weniger geeignet. In der Regel lässt sich die URL Struktur aber einstellen.

3.4 Der Text – Struktur, Struktur, Struktur

Immer noch nicht alle Word-Benutzer haben anscheinend entdeckt, dass Word automatische Inhaltsverzeichnisse erstellt, wenn man Überschriften nicht als Text formatiert, sondern die entsprechenden Formatvorlagen nutzt. Für die eigenen Webseiten gilt das gleiche!

Auch Google nutzt, wenn man sie nutzt, Strukturinformationen, wie Aufzählungen und Überschriften. Je besser ein Text durch sollte Elemente strukturiert ist, desto leichter fällt es Google den Text zu verstehen.

3.5 Die Bilder – Möglichst klein und beschriftet

Wer häufig mobil im Internet unterwegs ist, kennt das Problem langer Ladezeiten. I.d.R. sind Bilder die Hauptverantwortlichen dafür.  Genauso wenig, wie die Nutzer, mag Google lange Ladezeiten. Die Optimierung selber fängt schon bei der Bildauswahl an.

Wenn Bilder großflächig eingesetzt werden sollen, muss möglichst Bildmaterial eingesetzt werden, welches sich auch gut komprimieren lässt.

Eine Übersicht über zum Teil kostenlose Bildoptimierungstools finden Sie auf unserem Blogbeitrag “Performance Optimierung in B2B e-Commerce Projekten“.

Darüber hinaus ist es wichtig zu verstehen, dass Google die Bilder nicht “sehen” kann. Um Google einen Hinweis auf den Bildinhalt zu geben, ist der Dateiname und die Metabeschreibung von Bildern, genannt ALT-Tag, nutzbar. Diese Informationen sind übrigens auch für sehbehinderte Benutzer wichtig, da diese i.d.R. diese Information von Ihrem Browser vorgelesen bekommen.

3.6 Interne Links – Ranking vererben

Die interne Verlinkung kann hervorragend genutzt werden, um die eigenen Seiten “wertvoller” zu machen. Wenn man sich die Seiten von Wikipedia anschaut, so finden sich auch dort jede Menge interner Verlinkungen, die die einzelnen, themenoptimierten Seiten in einen themenübergreifenden Gesamtkontext einsortieren. Genau dieses Prinzip kann man sich zu Nutze machen.

3.7 Responsive und AMP Unterstützung – Mobile First

Ein Responsive Design, welches sich an die verfügbare Bildschirmgröße des jeweiligen Gerätes orientiert, ist ein “must have”, da Google mittlerweile das Ranking an der Mobildarstellung orientiert.

Deshalb ist es auch empfehlenswert eine Accelerated Mobile Pages (AMP) Version der eigenen Seiten vorzusehen. Diese Darstellungsart ist für eine schnelle Darstellung auf Mobilen Geräten optimiert und setzt auf eine eher nüchterne Gestaltung.

4. Startpunkt: Wettbewerbsvergleich – Ein beispielhafte Vorgehensweise

Nachdem die Grundlagen und Hinweise zur Technik angesprochen worden sind und die Keywords definiert wurden, ist das nächste große Thema, wie man am besten bei der Contenterstellung vorgeht.

Üblicherweise ist dies in den meisten Fällen eine Wettbewerbsanalyse. Doch wie genau führt man eine solche Analyse durch? Wir möchten an dieser Stelle beispielhaft eine mögliche Methode aufzeigen. Diese ist aber nicht als Blaupause für Projekte gedacht, sondern um die Vorgehensweise zu verstehen, wie man eine solche Analyse strukturieren kann. Eine Anpassung auf das jeweilige Projekt/Thema ist aber immer notwendig!

Zunächst ist entscheidend wo für die Analyse gesucht werden soll. Z.B. macht es einen Unterschied, ob man die amerikanische oder die deutsche Google Suche verwendet. Wenn diese Entscheidung getroffen wurde, können folgende Ranking-Faktoren die Grundlage für die Analyse bilden:

  • Inhalt – Anzahl der Worte, Bilder und Videos
  • Technik – Dateigröße, SSL Unterstützung
  • UX (User Experience) – Anzahl der Werbeflächen, Internen Links, Listen, Tabellen
  • Metadaten – Die unterstützen Schemata (siehe Schema.org)

Die oben aufgeführten Faktoren werden dann für die jeweiligen Top-10 Treffer zu jedem Keyword ermittelt. Daraus lässt sich ableiten, welche formalen Kriterien Ihr Content “überwinden” muss.

Die Erfahrung sagt, dass dabei je nach Fokus-Thema (Keyword) ganz unterschiedliche Ergebnisse herauskommen können. Das macht auch Sinn, da z.B. ein technischer Fachartikel mehr Text beinhalten wird, als ein Magazinbeitrag zu einem Lifestyle Thema. Beim letzteren werden dafür wahrscheinlich mehr Bilder vorhanden sein. Genau dies kann durch die Analyse aufgezeigt werden.

Liegt das Ergebnis vor, kann man an die Auswahl der Medien und die Erstellung des Textes gehen und sich Gedanken über den Seitenaufbau, die Verlinkungen und die Metadaten machen.

5. SEO Ranking – Unser Fazit

Wenn Sie die oben aufgeführten Tipps möglichst alle berücksichtigen, werden Sie merken, wie Ihr Google Ranking steigen wird. Wichtig ist dabei aber Geduld und Ruhe. Wir haben teilweise Monate gebraucht, bis ein Inhalt plötzlich massiv im Ranking gestiegen ist. Auch erleben wir immer mal wieder “Abstürze”, die dazu führen, das wir auch mal 2-stellig Platzierungen verlieren. Im Laufe der Zeit haben wir das Ranking aber immer zurück gewonnen. Also Ruhe bewahren ist bei der Rankingoptimierung sehr wichtig.

Weitere Tipps und Hinweise finden Sie in unserer Blogkategorie Suchmaschinenoptimierung.

Falls Sie für Ihre Seiten Unterstützungsbedarf haben, sprechen Sie uns gerne an.